Als wenn Hausfrauen nichts wert wären. Ohne sie versinkt die Welt in Magersucht, Dreck und Melancholie. Sie bringen Liebe und Licht in die Familie, etwas das es außerhalb der eigenen vier Wände kaum noch gibt. Ohne Hausfrauen wäre eine Familie nur eine chaotische Wohngemeinschaft, ohne Zusammenhalt.
Doch ich bin keine professionelle Hausfrau, oder?Backen tu ich nicht, für Kinderaufzucht habe ich null Nerven und null Geduld (ich mag sie einfach nur), Diskussionen über das richtige Spülmittel oder Feinwaschmittel gehe ich hoch erhobenen Kopfes aus dem Weg. Ich mach halt einfach. Wenn was schief läuft, dann läuft’s halt schief. Das nächste Mal wird es schon gelingen. Und wenn diese blöden Bemerkungen der Mitbewohner kommen, wie: „Warum liegt da hinten in der Ecke schon seit 3 Tagen dein BH?“ oder: „Was machst du eigentlich mit deiner ganzen Zeit?“ , da antworte ich neuerdings nicht drauf. Langweilig ist mir nicht. Die Bude ist aufgeräumt (bis auf den BH in der Ecke) und sauber. Die Wäsche riecht nach „Himmelsanft“ und die Schönheit der Welt geht auch nicht spurlos an mir vorbei. Vor allen Dingen die kreativen Einfälle entfallen mir nicht.
Da muss die Gitarre neu besaitet werden. Da muss das Antennenkabel unter die Lamperie vom Parkettfußboden. Da fällt mir ein cooles Thema ein, über das ich in meinem Blog schreiben kann und last but not least, da liegt Prinz Burrburr in einer solch schönen Pose, dass ich ein Bild nach dem anderen schießen muss, wie dieses hier.
Natürlich möchte ich auch mal aus der Wohnung kommen. Ich brenne auf eine Aufgabe. Suche in den Tiefen meines kreativen Hirns nach Ideen und habe mir vorgestellt, welch schöne Bilder ich machen könnte. Wie ich mit Tieren, Pflanzen und Gärten arbeiten könnte und bin mir sicher, ich finde einen Weg etwas Schönes, Nützliches und Verwendbares zu schaffen, ohne groß mit Menschen im Kollegium zu arbeiten. Mal sehen wie es kommt. So lange widme ich mich dem Haushalt allein.
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